Schulter

FROZEN SHOULDER

By 3. September 2021 No Comments

Der Krankheitsverlauf der Frozen shoulder, auch Schultersteife genannt, gestaltet sich für den Patienten zumeist sehr unangenehm. Ohne Behandlung dauert diese schmerzhafte Erkrankung, bei der es zu einer Schrumpfung der Gelenkkapsel kommt, zwischen einem halben Jahr und zwei Jahren. Besonders betroffen davon sind Frauen zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr.

Ursachen

Bei der Frozen shoulder wird zwischen der primären und der sekundären Schultersteife unterschieden. Während die Ursache für die primäre Schultersteife nicht bekannt ist, gelten als mögliche Auslöser für die sekundäre Schultersteife einige Risikofaktoren wie Diabetes, Herz- und Lungenerkrankungen, eine Störung des Hormonstatus sowie größere Operationen.

Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung des Schultergelenks, in  deren Verlauf Verklebungen und Vernarbungen des Kapselgewebes entstehen können. In weiterer Folge kommt es zu einer Schrumpfung der Gelenkhülle, begleitet von massiven Bewegungseinschränkungen.

Symptome

Die Frozen shoulder wird oft mit der Kalkschulter verwechselt. Deutliche Anzeichen für die Schultersteife sind Druckschmerzen an der vorderen Schulterregion und zunehmende schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, die mehrere Monate bis zu 2 Jahre anhalten können. Im ersten Stadium klagen Patienten über diffuse, quälende Schmerzen des Schultergelenks ohne Bewegungseinschränkungen und nächtliche Ruheschmerzen. Im nächsten Stadium des „Gefrorenseins“ lassen die Schmerzen nach, doch die Beweglichkeit wird zunehmend schlechter. Im Stadium des „Auftauens“ löst sich die Bewegungseinschränkung auf, die Schmerzen werden weniger, doch die ursprüngliche Beweglichkeit wird selten wieder erreicht.

Therapie

Die schmerzhafte und psychisch belastende Schultersteife lässt sich mit entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamenten sowie mit Kortison-Injektionen oder Kortison in Tablettenform behandeln. Zusätzlich werden Heilgymnastik, physikalische Therapie, Wärmeanwendungen und sanfte Massagen zur Erhaltung der Schulterbeweglichkeit empfohlen. Der Krankheitsverlauf variiert von Patient zu Patient und kann auch durch einen operativen Eingriff nicht wesentlich verkürzt werden. Deutlich verringern lassen sich damit jedoch der Leidensdruck und die Beeinträchtigung im Alltag.

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