Sprunggelenk

PERONEALSEHNE – Riss, Entzündung, Luxation

By 3. September 2021 No Comments

Die zwei Peronealsehnen, die Sehne des kurzen und des langen Wadenbeinmuskels, haben die Aufgabe, die Fußposition beim Gehen zu kontrollieren. Das häufigste Krankheitsbild der Peronealsehne ist die Entzündung, gefolgt von einem Teilriss oder Einriss und einer Luxation.

Ursache

Ursächlich für eine Entzündung der Peronealsehne ist zumeist eine dauerhafte Überbelastung oder auch Fehlbelastung beim Sport oder in der Freizeit. Ballett, Radfahren und Laufen sind die typischen Sportarten, die diese Sehnenerkrankung auslösen kann. Schon eine kleine Verletzung wie ein Riss in der Peronealsehne kann eine Sehnenentzündung verursachen. Gleitet die Peronealsehne aus ihrer Position hinter dem Außenknöchel heraus, spricht man von einem Peronealsehnenschnappen, einer Ausrenkung der Peronealsehne. Eine Peronealsehnenentzündung kann auch immunologisch bedingt sein und nach einer Infektion mit bestimmten Keimen auftreten.

Symptome

Wird die Peronealsehne dauerhaft überlastet, kann sich diese entzünden. Die Folgen: Rötung, Schwellung, Erwärmung, Bewegungseinschränkung und Schmerzen entlang der Sehne und der Sehnenscheide nahe am Außenknöchel. Schmerzen treten bei Druck auf die Sehne sowie bei bestimmten Bewegungen auf. Im ausgeprägtem Stadium kann eine Peronealsehnenentzündung auch in Ruhelage schmerzhaft sein. Sie kann äußerlich völlig unauffällig sein. Menschen mit einem hohen Fußgewölbe sind wesentlich anfälliger für Überbelastungen, da die Krafteinwirkung auf die Sehnen größer ist.

Therapie

Schmerzlindernde Salben und entzündungshemmende Medikamente können die Schmerzen lindern. Als erste wichtige Maßnahme gilt es, die Überbelastung der Sehne zu reduzieren und das betroffene Bein in einem Gipsverband oder einer Schiene ruhig zu stellen. Im Anschluss sollte gezielte Krankengymnastik und Physiotherapie durchgeführt werden. Bleiben die konservativen Behandlungsmethoden unwirksam oder ist die Peronealsehne komplett eingerissen, ist ein operativer Eingriff angesagt. Die Sehnen werden gereinigt (Débridement oder Synovektomie), repariert oder der Sehnenkanal wird – wenn angezeigt – geglättet.

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