Ellenbogen

ELLENBOGENFRAKTUR

By 3. September 2021 No Comments

Ellenbogenfrakturen kommen sehr häufig im Kindesalter zwischen dem 3. und dem 11. Lebensjahr vor und erfordern oft eine Operation, um Langzeitfolgen wie Bewegungseinschränkungen oder Deformitäten ausschließen zu können. Radiusköpfchenfrakturen sind mit 30 % die häufigsten Frakturen am Ellenbogengelenk bei Erwachsenen, wobei Männer und Frauen gleichermaßen davon betroffen sind.

Ursache

Stürze auf den gestreckten oder leicht gebeugten Arm gehen oft mit einer Fraktur des Olekranons, des Radiusköpfchens oder des distalen Humerus einher. Diese Stürze passieren unter anderem bei Arbeits- und Verkehrsunfällen (Hochrasanztraumata), aber auch bei sportlichen Aktivitäten wie beispielsweise beim Skateboarden. Das Olekranon ist bei Stürzen besonders gefährdet, vor allem dann, wenn der Betroffene eine typische Abwehrhaltung (gebeugten Unterarm) in der Gefahrensituation einnimmt.

Symptome

Bei einem Bruch des Ellenbogengelenks kann der Ellenbogen nur eingeschränkt gebeugt werden, er schwillt an und schmerzt. Es können im Bereich des Bruches Hämatome entstehen, die zeigen, dass ein Blutgefäß beschädigt wurde. Wenn der Betroffene von einem Taubheitsgefühl im Unterarm und der Hand spricht und diese nicht normal bewegen kann, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Nerv beschädigt.

Therapie

Solange bei der Fraktur des Ellenbogens die Knochen nicht verschoben sind, kann eine konservative Behandlung erfolgversprechend sein. Es wird ein Gipsverband von der Schulter bis zum Handgelenk angelegt, sodass der Ellenbogen fixiert wird. Bei einer Verschiebung der Bruchenden (=Dislokation) wird jedoch zu einer Operation geraten. An den ersten postoperativen Tagen können Schmerzen im Ellenbogengelenk auftreten, die mit entzündungshemmenden Medikamenten gelindert werden. Die Prognose nach einer Operation am Ellenbogen ist sehr gut, die Beweglichkeit kann zu 100 % wieder hergestellt werden.

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