Knie

KNORPELSCHADEN

By 3. September 2021 No Comments

Ein Knorpelschaden oder Knorpelknochenschaden im Bereich des Kniegelenks kommt sehr häufig bei Patienten mittleren Alters vor. Treten Knorpelschäden schon in der Pubertät auf, so ist zumeist der darunter liegende Knochen betroffen, der minder durchblutet ist.

Ursachen

Mit zunehmendem Alter verliert der Knorpel an Elastizität und Stoßdämpferfunktion, und der Wassergehalt innerhalb des Knorpelkörpers nimmt ab. Der Knorpel kann spröde werden, Risse bekommen und Reibungen mit seinem Gegenspieler auslösen, die zu Knorpeldefekten führen. Ursächlich sind degenerative Abnützungen, Durchblutungsstörungen, Verletzungen im Sport sowie Traumata. Teile des Gelenkknorpels können sich ablösen, was sich im Gelenk als Reiben und Krachen bemerkbar macht. Bei Knorpelschäden unterscheidet man vier Graduierungen. Bei Grad 1 ist der Knorpel weich, die Oberfläche ist intakt, bei Grad 2 sind bereits Einrisse unter 50 % der Knorpeldicke erkennbar, bei Grad 3 reichen die Knorpeldefekt bis zur Knochenschicht und bei Grad 4 spricht man von einem vollständigen Knorpeldefekt.

Symptome

Die Schmerzen bei Knorpelschäden beginnen langsam und sind in der Anfangsphase nur bei Belastung des Kniegelenks, bei sportlichen Aktivitäten und längeren Ausflügen sowie beim Treppensteigen zu spüren. Im weiteren Verlauf kommt es zu Ruheschmerzen und zunehmenden Bewegungseinschränkungen. Das Knie fühlt sich steif an. Schmerzen und Schwellungen im Kniegelenk während und nach Belastungen werden zu einem Dauerzustand, was die Lebensqualität stark beeinflussen kann. Zeit für einen künstlichen Knieersatz!

Therapie

Knorpelschäden können konservativ als auch operativ behandelt werden. Wird mit Injektionen mit Hyaluronsäure oder körpereigenem Blutplasma, medikamentös oder physiotherapeutisch (z. Bsp. Radfahren ohne Kraft, schwimmen, Nordic Walking) keine Funktionsverbesserung des Gelenks erreicht und der Knorpelverschleiß nimmt zu, wird der endoprothetische Ersatz des Kniegelenks empfohlen.

Es werden auch gelenkerhaltende Operationen durchgeführt wie die Mikrofrakturierung, bei der aus dem Knochen und dem Knochenmark Stammzellen in den Defekt eintreten. Die Mosaikplastik ist eine weitere Methode bei Knorpeldefekten mit dem Ziel der Schmerzreduktion.

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