Hufte

HÜFT-LUXATION

By 3. September 2021 No Comments

Unter einer Hüftluxation verstehen Mediziner eine Ausrenkung des Hüftgelenks, die im Vergleich zu anderen Luxationen eher selten vorkommt. Es handelt sich dabei um eine angeborene oder traumatisch bedingte Fehlstellung des Hüftgelenks, wobei die angeborene die Folge einer Hüftdysplasie ist. Wird eine Luxation schnell erkannt und behandelt, sind kaum Spätfolgen zu erwarten.

Ursachen

Eine Hüftluxation tritt bei hüftgesunden Menschen im mittleren Alter selten auf und nur bei Unfällen mit massiver Krafteinwirkung, wie einem Sturz aus großer Höhe oder einem schweren Aufprall. Angeborene Hüftgelenksluxationen sind meist begleitet von einer Fehlbildung der Hüftpfanne (Hüftdysplasie).

Nach einer Hüftoperation (Hüft-Totalendoprothese) ist eine Hüftluxation bei entsprechenden Drehbewegungen in den ersten 4 bis 6 Wochen möglich, weil die Muskulatur nach dem Eingriff noch geschwächt ist und das Gelenk noch zu wenig Stabilität hat.

Symptome

Ist das Hüftgelenk nach einem schweren Unfall luxiert, so ist dies mittels Röntgenaufnahme eindeutig erkennbar. Der Patient klagt über eine schmerzhafte und bewegungseingeschränkte Hüfte, die schnellstmöglich von einem orthopädischen Facharzt eingerenkt (reponiert) werden muss, um Spätfolgen ausschließen zu können.

Ereignet sich eine Hüftgelenksluxation nach dem Einsetzen eines neuen Hüftgelenks, so ist das ebenfalls sehr schmerzhaft und führt sofort zu starken Bewegungseinschränkungen.

Therapie

Ist das Hüftgelenk nach einer Hüft-TEP (Hüft-Totalendoprothese) luxiert, so wird das Gelenk unter Röntgenkontrolle so schnell wie möglich eingerenkt und der Patient ist angehalten, für ca. 6 Wochen eine Hüftgelenkbandage zu tragen. Traumatische Luxationen werden zumeist unter einer Kurznarkose eingerenkt. Im Anschluss wird eine mehrwöchige konservative Therapie empfohlen. Die Heilungsschancen sind nach schneller Reposition zumeist recht gut, und nur selten ist mit Komplikationen zu rechnen.

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