Hufte

DIE „ALMIS“-METHODE

By 3. September 2021 No Comments

Bei der „ALMIS“-Methode („Antero Lateral Minimal Invasive Surgery“) wird das künstliche Hüftgelenk über den anterolateralen Zugang, also seitlich von vorne eingesetzt. Bei dieser Operationsmethode bleiben Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäße weitgehend verschont und werden im Vergleich zur herkömmlichen Operationstechnik bei Hüft-TEPs nicht durchtrennt bzw. beschädigt. Der Chirurg setzt den kurzen Hautschnitt im seitlichen Hüftbereich und schafft sich so Zugang zum Hüftgelenk.

Zu den Vorteilen des „ALMIS“-Zugangs zählen die Schonung von Muskeln, Sehnen und Nerven sowie der geringe Blutverlust bei der Operation selbst, weniger Schmerzen nach der Operation, schnellere Rehabilitation, keine Gangstörung sowie bessere Beweglichkeit nach der Operation.

Meine neue Hüfte – endlich wieder schmerzfrei

Dank der minimal-invasiven „ALMIS“-Methode wird die Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten und ins Berufsleben beschleunigt und der Patient benötigt nur wenig Schmerzmittel. Da die innere Gesäßmuskulatur, zuständig für die Stabilität der Hüfte, bei der „ALMIS“-Methode nicht beeinträchtig wird und zumeist erhalten bleibt, kann schon kurz nach der Operation mit gezielter Physiotherapie begonnen werden. Aufstehen und die ersten Schritte mit dem Hüftgelenkersatz sind bereits am ersten Tag nach der Operation möglich. Das operierte Bein kann vollständig belastet werden, dennoch werden für die ersten ein bis zwei Wochen Stützkrücken empfohlen. Diese Operationstechnik setze ich vor allem bei Revisionsoperationen, periprothetischen Frakturen sowie bei Pfannendefekten ein. Bei allen anderen Fällen ziehe ich die AMIS-OP Methode vor, da sie nahezu immer die Unversehrtheit von Muskeln und Sehnen garantiert.

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